9/11 Fakten
Die Anschläge vom 11. September 2001 geben noch immer Anlass zu vielen Fragen. In der Öffentlichkeit besteht weiter große Unsicherheit darüber, was an diesem Tag tatsächlich geschah und wer dafür verantwortlich ist. Bin Laden und Al-Qaida? Oder jemand anders? Die von offizieller Seite sowie den großen Medien vertretene Interpretation der Ereignisse basiert auf den Erklärungen der US-Behörden, sowie dem Abschlussbericht der amerikanischen 9/11-Untersuchungskommission aus dem Jahr 2004. Demgegenüber existieren weiterhin zahreiche alternative Theorien, von denen manche bedenkenswert, andere absurd erscheinen. Abseits von Theorien jeder Art gibt es eine Reihe erwiesener Fakten. Sieben davon sollen hier vorgestellt werden, zusammen mit ihren jeweiligen Quellen, nachprüfbar für jedermann. Viele Details sind neu. Die meisten der hier zitierten Quellen wurden 2011 oder 2012 veröffentlicht. Ziel ist die Beförderung einer offenen und sachlichen Diskussion dieser Fakten.
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Fakt 1 - Börsenwetten weisen auf die Täter In den Tagen unmittelbar vor dem 11. September 2001 finden an den Börsen Insidergeschäfte statt, die ein starkes Indiz für Vorwissen sind. Es wird massiv auf fallende Kurse von Unternehmen gewettet, die durch die Anschläge später in Mitleidenschaft gezogen werden. Beispiel: Die Wetten auf Kursverluste der beiden betroffenen Fluggesellschaften "United Airlines" und "American Airlines" erbringen den Käufern unmittelbar nach den Anschlägen einen Gewinn von über 400 Prozent in nur einer Woche - insgesamt gut 16 Millionen Dollar.

Offizielle Erklärung: Die Wettgeschäfte hätten allesamt einen harmlosen Hintergrund. Insiderhandel in Zusammenhang mit 9/11 habe es nicht gegeben. Es habe keinerlei Verbindung der Käufer zu Al-Qaida festgestellt werden können.

Problem: Finanzwissenschaftler der Universität Zürich haben 2011 eine Studie vorgelegt, in der sie den Insiderhandel in Zusammenhang mit 9/11 nachweisen. Die Details der Untersuchung der amerikanischen Börsenaufsicht hingegen wurden nie veröffentlicht. Die Namen der Käufer werden bis heute geheim gehalten.

Weitere Informationen:

"Insider trading 9/11 ... the facts laid bare",
Lars Schall, Asia Times, 21.03.12
"Detecting Informed Trading Activities in the Option Markets",
Prof. Marc Chesney, Universität Zürich, 07.09.11, S. 33 ff
Fakt 2 - 2 Flugzeuge - aber 3 Einstürze Am 11. September 2001 werden zwei Türme des World Trade Centers in New York von Flugzeugen getroffen und stürzen wenig später ein. Im Laufe des Tages fällt jedoch auch ein drittes Hochhaus, das gut 170 Meter hohe WTC 7, senkrecht und vollkommen symmetrisch in sich zusammen - ohne von einem Flugzeug getroffen worden zu sein.

Offizielle Erklärung: Laut dem 2008 veröffentlichten abschließenden Untersuchungsbericht dazu wurde der Einsturz des dritten Turms durch Bürobrände verursacht, welche durch herabfallende Trümmer der beiden anderen einstürzenden Türme entstanden sein sollen.

Problem: Niemals vor oder nach 9/11 ist irgendwo auf der Welt ein Hochhaus in Stahlträgerbauweise infolge eines Brandes auf diese Art und Weise in sich zusammengestürzt. Auch fällt ein beschädigtes Gebäude, besonders wenn es über 100 Meter hoch ist, niemals exakt senkrecht in sich zusammen, sondern neigt sich während des Einsturzes zu der Seite hin, die zuerst nachgibt. Ausnahme: das Gebäude wird kontrolliert gesprengt. Für diese Annahme gibt es inzwischen konkrete Indizien. So hat eine Forschergruppe um den amerikanischen Physiker Prof. Steven Jones und den dänischen Chemiker Prof. Niels Harrit im Staub der zerstörten Türme Spuren eines hochexplosiven Sprengstoffes nachweisen können. Ein internationaler Zusammenschluss von mehr als 1.500 professionellen Architekten und Ingenieuren fordert in diesem Zusammenhang eine neue Untersuchung der Anschläge.

Weitere Informationen:

Interview mit Prof. Niels Harrit, Universität Kopenhagen,
im dänischen Fernsehsender TV 2, 06.04.09
Architects & Engineers - Solving the Mystery of WTC 7,
Architects & Engineers for 9/11 Truth, 16.08.11
Fakt 3 - Keine Abfangjäger Insgesamt werden am 11. September vier Flugzeuge entführt und zum Absturz gebracht. Keines davon wird von einem Abfangjäger erreicht.

Offizielle Erklärung: Das Militär rechnete nicht mit einem Angriff durch entführte Inlandsflüge. Die Luftverteidigung musste daher an diesem Tag improvisiert werden.

Problem: Die US-Luftabwehr probte bereits vor 9/11 in mehreren Manövern Entführungen von Inlandsflügen durch Selbstmordattentäter. Die Luftverteidigung wurde nicht improvisiert, sondern folgte den vorgeschriebenen Protokollen. Allerdings wurden beide während der Anschläge startenden Abfangjägerstaffeln in den entscheidenden Minuten in die falsche Richtung gelotst. Von wem und weshalb, ist bislang ungeklärt. Die Tonbänder, auf denen die Kommunikation zwischen Kampfpiloten und Leitstelle während der Flüge aufgezeichnet wird, waren nach 9/11 gelöscht bzw. verschwunden.

Weitere Informationen:

"Inside 9/11 - Neue Erkenntnisse zum Versagen der Luftabwehr",
Paul Schreyer, 9/11-Archiv, 05.07.11
"9/11: Intercepted"
Pilots for 9/11 Truth, 16.02.11
Fakt 4 - Simultane Kriegsspiele Exakt am Morgen des 11. September 2001 findet eine großangelegte Übung der Luftabwehr statt. Ihr Name: Vigilant Guardian. Zu dieser Übung gehört unter anderem eine fiktive Flugzeugentführung, die präzise während der realen Anschläge geprobt werden soll. Während des Manövers speist ein Simulationsteam virtuelle Radarsignale ein, die auf den Bildschirmen der Luftabwehr angezeigt werden, während man dort zugleich versucht, auf die realen Entführungen zu reagieren. Die Luftabwehr kann außerdem das Radarsignal des ersten entführten Flugzeuges nicht sehen, obwohl es im gleichen Moment auf den Radarschirmen der zivilen Fluglotsen, die nicht an der Übung teilnehmen, deutlich angezeigt wird.

Offizielle Erklärung: Keine, außer dem allgemeinen Hinweis, die Übung habe die Reaktion der Luftabwehr nicht behindert.

Problem:
Die Luftabwehr hat am 11. September vollständig versagt - nicht einmal, oder zweimal, sondern viermal nacheinander. Welche Rolle die erwähnte Übung dabei spielte, ist bisher nicht ermittelt worden und war auch nicht Gegenstand der offiziellen Untersuchung.

Weitere Informationen:


History Commons, "Vigilant Guardian"
"'Let's get rid of this goddamn sim': How NORAD radar screens displayed false tracks all through the 9/11 attacks", Shoestring 9/11 Blog, 12.08.10
Fakt 5 - Perfekter Flug ins Radarloch Das dritte am 11. September entführte Flugzeug startet in Washington und wird ins dort gelegene Pentagon gesteuert. Vom Flughafen bis zum Ziel sind es nur wenige Kilometer. Dennoch fliegt die Maschine zunächst etwa 400 km nach Westen, bevor sie um 180 Grad dreht. Exakt an diesem Wendepunkt befindet sich eine schmale Zone schwacher Radarabdeckung, ein sogenanntes Radarloch. Aus diesem Grund verschwindet das Flugzeug in der Folge eine Zeit lang von den Schirmen der Luftüberwachung. Kurz vor dem Pentagon vollbringt die Maschine ein weiteres sehr präzises und anspruchsvolles Flugmanöver: eine enge 330 Grad-Kurve bei gleichzeitigem steilem Sinkflug, um sodann mit Höchstgeschwindigkeit exakt in die erste Etage des Pentagons einzuschlagen.

Offizielle Erklärung: Keine.

Problem: Es ergeben sich folgende Fragen: Woher sollen die mutmaßlichen Entführer gewusst haben, dass es das erwähnte Radarloch gab, wo es sich befand, sowie, in welchem Moment sie es erreicht haben würden? Welchen Sinn ergab es aus ihrer Sicht, einen Umweg von 800 Kilometern zu fliegen? Schließlich: Die enormen Flugkünste des vermeintlichen Piloten, der nach Auskunft seines Fluglehrers vor 9/11 kaum eine Cessna lenken konnte, erscheinen nahezu unglaublich. All diese Anomalien ließen sich leicht erklären, wenn das Flugzeug ferngesteuert wurde. Die Möglichkeit einer Fernsteuerung wurde offiziell allerdings nie untersucht.

Weitere Informationen:


"Wer steuerte die Flugzeuge?",
Paul Schreyer, Telepolis, 07.09.11
"Airplanes Have Been Flown By Remote Control Since 1917",
Washington´s Blog, 11.09.11
Fakt 6 - Keine Identifizierung der Täter Die mutmaßlichen Flugzeugentführer mit Mohammed Atta an der Spitze wurden nie eindeutig gerichtsmedizinisch identifiziert. Die Überreste fast aller Passagiere der vier Flugzeuge konnten anhand von DNA-Spuren in den Trümmern identifiziert werden - bis auf die der 19 vermeintlichen Täter. Angeblich hätten deren Verwandte den Ermittlern vom FBI keine Vergleichsmuster zur Verfügung gestellt. Darüberhinaus wurden die Passagierlisten der Flüge nur teilweise veröffentlicht und sind widersprüchlich in Bezug auf die behaupteten Attentäter.

Offizielle Erklärung: Keine.

Problem: Eben das.

Weitere Informationen:

"How FBI determined the 19 hijacker´s identities",
9/11 Commission
"7 years later, 9/11 hijackers’ remains are in limbo",
Sean D. Hamill, New York Times, 21.09.08
Fakt 7 - Kein Bekennerschreiben Nach den Anschlägen wurde kein Bekennerschreiben veröffentlicht. Niemand reklamierte die Tat für sich und stellte politische Forderungen.

Offizielle Erklärung: Osama bin Laden habe in einem Video zugegeben, für 9/11 die Verantwortung zu tragen.

Problem: Direkt nach den Anschlägen stellte Bin Laden mehrfach klar, dass er nichts mit den Anschlägen zu tun habe. Das Video, auf dem er angeblich seine Verantwortung einräumt, wurde erst drei Monate nach den Anschlägen veröffentlicht - vom Pentagon. Eine unabhängige Übersetzung, in Auftrag gegeben von Journalisten der ARD, kam zu dem Ergebnis, das Video sei in den entscheidenden Passagen falsch übersetzt worden. Darüberhinaus räumte das FBI im Jahr 2006 ein, keinerlei gerichtsfähigen Beweise zu besitzen, die Bin Laden mit 9/11 verknüpfen. Seine Täterschaft ist bis heute eine unbewiesene Behauptung.

Weitere Informationen:

"Osama bin Laden dementiert jede Beteiligung an 9/11",
Quellensammlung von Dirk Gerhardt, 9/11-Archiv, 29.05.11
"US translation of Bin Laden `confession´ video is said to be misleading",
History Commons, 20.12.01
"FBI says, `No hard evidence connecting Bin Laden to 9/11´",
Edward F. Haas, Muckracker Report, 06.06.06
Zum Schluss - Warum erfährt man nichts von all dem in den Medien? Die Journalisten in den großen Medien sind nicht weniger klug als andere Menschen. Sie sind aber auch nicht mutiger. Stellen Sie sich vor, Sie wären Journalist bei einem großen TV-Sender und erfahren von diesen Fakten - von wissenschaftlichen Beweisen für den Insiderhandel vor 9/11, von Indizien für eine Sprengung der Türme, von fehlenden Beweisen für die Verwicklung Bin Ladens. Was tun Sie nun? Sie wissen genau: sobald Sie die offizielle Sichtweise ernsthaft in Frage stellen, wird man Sie als Verschwörungstheoretiker bezeichnen. Sie wissen auch: in diesem Moment ist ihre Karriere praktisch beendet. Kollegen und Vorgesetzte werden sich von Ihnen distanzieren. Möglicherweise verlieren Sie sogar Ihren Job. Ist es Ihnen das wirklich wert? Wollen Sie riskieren, in ernste finanzielle Schwierigkeiten zu geraten, nur wegen einer Recherche? Oder wollen Sie nicht lieber abwarten, bis jemand ihrer vielen Kollegen diesen ersten Schritt wagt? Und sich dann anschließen?

Solche Überlegungen sind für einen Journalisten sehr unangenehm. Sie zeigen ihm, dass er bereit ist, für materielle Sicherheit sein Berufsethos aufzugeben. Niemand denkt gern lange über so etwas nach. Lieber versucht man, diesem inneren Konflikt auszuweichen. Der Journalist beginnt deshalb nun, nach Beweisen für die offizielle Theorie zu suchen. Er will die abweichenden Theorien nicht untersuchen, sondern widerlegen. Wenn sie nicht stimmen, wäre ja wieder alles gut. So seltsam es erscheinen mag: Es existiert ein natürlicher Impuls, alle Fakten, die der offiziellen Theorie widersprechen, auszublenden. Man will sich damit nicht beschäftigen. Das ist die Situation heute.
Zum Autor dieser Seite Mein Name ist Paul Schreyer, ich bin freier Journalist für die Magazine "Telepolis", "Hintergrund" und "Ossietzky", sowie Autor des Buches "Inside 9/11". Am 11. September 2001 war ich 24 Jahre alt. Wie wohl die meisten anderen Menschen auch, hatte ich zuerst keinerlei Zweifel an den offiziellen Erklärungen zur mutmaßlichen Täterschaft Osama bin Ladens und der Al-Qaida. Erst einige Wochen nach den Anschlägen erfuhr ich eher zufällig im Internet von Fakten, die im Fernsehen und in der Zeitung nicht erwähnt worden waren. Fakten, die mich zum Nachdenken brachten.

Als 2004 der offizielle "9/11 Commission Report" erschien, kaufte ich mir ein Exemplar und nahm an den Debatten dazu in Internetforen teil. 2005 fing ich an, das Thema journalistisch zu bearbeiten. Ich schrieb den Faktenanhang zum Roman "Die Legende", der die Anschläge zum Inhalt hat, und formulierte Essays, die einige Aspekte von 9/11 näher beleuchten: etwa zur gescheiterten Luftabwehr, zum Insiderhandel, zur Identifizierung der mutmaßlichen Attentäter, sowie zu deren Verbindungen mit den Geheimdiensten.

Damals stand ich der offiziellen Theorie also bereits sehr kritisch gegenüber. Dennoch hielt ich zum Beispiel die populäre Theorie, derzufolge die Türme des World Trade Centers gesprengt wurden, lange Zeit für Unsinn. Dies änderte sich erst 2012, nachdem ich die Forschungsergebnisse des dänischen Wissenschaftlers Niels Harrit zur Kenntnis genommen hatte. Dies wiederum führte mich zu der Schlussfolgerung, dass es nützlich sein könnte, einige wesentliche und zugleich immer noch weithin unbekannte Fakten zu 9/11 in prägnanter und verständlicher Form vorzustellen.